Wolfskehlen wurde erstmals 1002 urkundlich erwähnt.
In der Urkunde "Historia Episcopatus Wormatiensis" verlieh Kaiser Heinrich II. dem Bischof Burkhard I. von Worms die Rechte im Forste Forehahi. Vorher bestand schon eine Siedlung für die es früh-fränkische Hinweise gibt. Der Ursitz des Rittergeschlechtes der Herren von Wolfskehlen, das in der Obergrafenschaft Katzenellenbogen lag, soll bereits als Stammhaus bei Darmstadt um 930 gestiftet worden sein. Bei der Beschreibung der Grenze des Königbanns wird Wolfskehlen als Bibiloz inferior erwähnt. Den Namen Wolfskehlen trägt der Ort erst seit 1252, vergeben durch das Rittergeschlecht der Herren von Wolfskehlen, die die Burg Neu-Wolfskehlen an den Erzbischof von Mainz verkauften und so dessen Burggrafen wurden. 1539 heiratete Barbara von Wolfskehlen Eberhard von Gemmingen-Hornberg, der auch die Reformation in Wolfskehlen einführte. Die Linie der Gemminger ist weit verzweigt. Sie übten bis vor wenigen Jahren das Präsentations- und Patronatsrecht in der Wolfskehler Kirche aus. 1579 tritt Kur-Mainz seine Rechte in Wolfskehlen an den Landgrafen von Hessen ab. Während des Dreißigjährigen Krieges herrschte furchtbare Verwüstung in der Gemeinde. Dazu wütete die Pest, die fast die ganze Bevölkerung dahin raffte. Erst von 1700-1800 begann langsam der Wiederaufbau und die Dorfbevölkerung nahm wieder stark zu. Der Bau der Eisenbahn 1868 bis 1878 leitete die Ablösung von der rein landwirtschaftlichen Struktur ein. Immer mehr Einwohner fanden Beschäftigung in der benachbarten Industrie. 1945 nahm die Bevölkerung, wie auch in den Orten durch den Zustrom der Heimatvertriebenden rapide zu. Bis in die heutigen Tage hält der wirtschaftliche Aufschwung und die kommunale Entwicklung an. Sichtbare Zeichen sind das gut ausgebaute Straßen- und Kanalnetz, das Bü rgerhaus, die modernen Sportanlagen, das Gewerbegebiet und die attraktiven neuen Wohngebiete.